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Heiß auf Eis

Brigitte Neumann

Bild Ernährung

Ungefähr 8 Liter Speiseeis schleckt, lutscht, löffelt, beißt jeder Bundesdeutsche jährlich. Grund genug für Psychologen, aus der Art des Eisessens eine Typologie zu erstellen - die den Charakter des Eisbeißers von dem des genüsslichen Schleckers abgrenzt.

Während die Eisdielen nur an warmen Sommertagen Hochsaison haben, umwirbt Eiskrem aus der Tiefkühltruhe den Verbraucher das ganze Jahr. Eigene Kreationen mit winterlichen Gewürzen wie Zimt und Kardamom stehen besonders für das Weihnachtsbuffet zur Verfügung. Die großen Eisfirmen haben demnach einen Marktanteil von mehr als achtzig Prozent am gesamten Eis-Verkauf. Die restlichen knapp zwanzig Prozent fallen auf Eisdielen und sonstige Eisverkäufer.

Hohe Hygieneauflagen bei der Herstellung und dem Vertrieb von Speiseeis gewähren gesundheitlich unbedenklichen Genuss. Abstand halten sollte man jedoch von jedem Eisstand, der nicht vor Sauberkeit glänzt, vor allem, wenn man im Urlaub in fernen Ländern weilt. Auch Tiefkühltruhen, die dicke weiße Eisränder aufweisen, sollte man meiden.

Ernährungsphysiologisch wird Speiseeis, insbesondere Milcheis, überaus positiv bewertet, enthält es immerhin laut Definition in den Leitsätzen für Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse mindestens siebzig Prozent Milch - und ist damit Lieferant wichtiger Vitamine und Mineralstoffe.

Eisiges

Eiskrem ist das meistgekaufte Eis in der 1-Liter-Packung. Es enthält mindestens 10 Prozent aus der Milch stammendes Fett. Ansonsten sind den Geschmacksfantasien der Hersteller (fast) keine Grenzen gesetzt.

Verdickungsmittel im Eis sorgen dafür, dass der zarte Schmelz auch bei Wärme nicht komplett zerfließt.

Schokolade, Vanille und Erdbeer sind, statistisch betrachtet, die beliebtesten Eissorten.

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