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Themen "Ernährung": |
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Ob als weißes Pulver, braune Krümel, Kandiswürfel oder gut versteckt in Leckereien: Zucker lockt immer. Denn Zucker liefert nicht nur „leere Kalorien“, sondern beeinflusst auch das Gemüt. Er beruhigt, entspannt und schafft gute Laune. Sein Verzehr fördert im Gehirn die Bildung des Wohlfühlhormons Serotonin. Diese Wirkung auf unsere Stimmung haben alle Süßungsmittel mit Ausnahme der kalorienfreien Zuckerersatzstoffe. Viele von ihnen genießt der Mensch weitaus länger als den Zucker. So sammelte man schon in vorgeschichtlicher Zeit den Honig aus den Waben der Bienen. Mit Dattelsirup, getrockneten Feigen und eingedicktem Traubensaft stillten in der Vergangenheit bis zum Mittelalter alle Kulturen von Mesopotamien bis Rom ihre Lust auf Süß. Der Saft des Zuckerahorns ist heute noch sehr beliebt, zum Beträufeln von pancakes in der kanadischen oder us-amerikanischen Küche und zunehmend auch zum Süßen von Desserts bei uns. Apfel- und Birnendicksaft finden vor allem in der Vollwertküche ihre Anwendung. Auch frische Früchte wie Kirschen oder Beeren liefern Zucker. Sie locken damit nicht nur den Menschen, sondern auch Tiere an und sorgen so für ihre eigenen Verbreitung und Vermehrung. Wenn der Vogel die Kirsche isst, scheidet er den Kern unverdaut an anderer Stelle wieder aus – und gibt ihm, eingehüllt in Vogeldung, gleich gute Startbedingungen zum Keimen. Obwohl letztendlich alles Süße von den Geschmackspapillen auf der Zungenspitze als solches identifiziert wird und grundsätzlich aus Glukose und Fruktose besteht, ist kein anderes Süßungsmittel so umstritten wie der Zucker. Er sei ein Vitaminräuber, fördere Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs und Karies und mache außerdem noch süchtig. Bislang konnte die Wissenschaft diese Aussagen gegen den Zucker weder fundiert beweisen noch eindeutig widerlegen. Aber in unsere Köpfe sind sie eingezogen. Wenn wir Süßes essen, mahnt oft unser schlechtes Gewissen und aus der Lust am Genuss wird der Frust über die eigene Willensschwäche, die es wieder einmal nicht geschafft hat, dem Begehren zu entsagen. Tatsächlich können Süßigkeiten zu unguten Verführern werden. Beispielsweise, wenn am Alltagsstress oder Liebeskummer mit Tüten voller Gummibärchentüten oder Schokoladentafeln im XXL-Format gekaut und geschluckt wird. Oder wenn unser Organismus an trüben Tagen nach Sonne lechzt und dieses Bedürfnis mit Zuckerschleckereien ersatzweise befriedigt. Eben, weil Zucker nicht nur Kalorien, sondern auch einen Stimmungskick liefert. Deshalb, so vermuten Wissenschaftler, wird im winterdunklen Skandinavien mehr Zucker verzehrt als am Mittelmeer, begehren die Engländer mit ihrem vielen Nebel mehr vom weißen Gold als die Griechen an den Küsten des Lichts. Deshalb wurde Zucker auch zu einem sehr wichtigen Handelsgut im 15. und 16. Jahrhundert. Die Zuckerrohrpflanze kam über Polynesien, China und Indien bis zu den kanarischen Inseln und wurde von Kolumbus in die Karibik „exportiert“. Auf Haiti oder der Dominikanischen Republik herrschte ideales Klima für guten Ertrag. Doch dort fehlten die Arbeitskräfte. Mit Sklaven aus Afrika „lösten“ die europäischen Eroberer das Problem. Inzwischen sind unsere Süßigkeiten-Regale übervoll und zuckergesüßte Ware ist nicht mehr wegzudenken. Dieser Schlaraffenland-Effekt fordert uns heraus, einerseits den lockenden Verführern nicht ständig zu erliegen, andererseits das Genießen mit gutem Gewissen dennoch zu erhalten. Wir können uns nach Belieben entscheiden, entweder für den gesüßten Kaffee, die schmelzende Schokolade, den köstlichen Kuchen, das erfrischende Eis oder das knackige Honigbrötchen oder mal das eine und mal das andere – aber bitte nie alles auf einmal. Süßer Genuss mit Obst
Crunchy-Beeren-Joghurt (4 Personen)
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