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 Hurra, ich bin ein Schulkind!

Tipps vor dem ersten Schultag

Kinder

Guten Tag, meine Damen und Herren, das Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. informiert Sie heute über das Thema "Hurra, ich bin ein Schulkind! Tipps vor dem ersten Schultag".

Die Sommerferien gehen zu Ende, und für viele angehende Abc-Schützen beginnt bald die Schulzeit. Deshalb: wie können Eltern und Erzieher Ihrem Kind den Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt erleichtern?

Der Schulbeginn bringt für unsere Kinder erhebliche Veränderungen mit sich: neue Menschen, einen neuen Tagesablauf und viele neue Anforderungen. Nehmen Sie ihrem Kind deshalb mögliche Ängste. Sprechen Sie nur positiv von der Schule. Vermeiden Sie Äußerungen wie "jetzt beginnt der Ernst des Lebens" oder gar Drohungen. Wecken Sie lieber die Neugier Ihres Sprösslings auf das Unbekannte. Weisen Sie beispielsweise auf neue Freundinnen und Freunde hin oder auch auf schöne Bücher, die die kleinen Schulstarter bald selbst lesen können.

Erziehen Sie Ihr Kind rechtzeitig zur Selbständigkeit und verhelfen Sie ihm zu Selbstvertrauen. Ermuntern Sie es beispielsweise zum Sich-alleine-An-und-Ausziehen, zum alleine Waschen und Zähneputzen. Loben Sie es auch dann, wenn es noch nicht ganz so perfekt geklappt hat. Ihre Hilfe sollte sehr behutsam sein, damit das Kind nicht entmutigt wird und die Lust verliert, wenn es sieht, mit welcher Leichtigkeit und Perfektion Sie selbst es können. Lassen Sie die Kleinen gewähren, wenn sie zum Beispiel ihr Frühstücksbrot selbst schmieren wollen, oder sich anbieten, den Tisch zu decken. Dem Kind diese Dinge erlauben heißt, an seine Fähigkeiten glauben. Wenn Sie Ihrem Kind vertrauen, entwickelt es auch Vertrauen zu sich selbst.

Ein kleines Taschengeld hilft, Kinder an den Umgang mit Geld zu gewöhnen. Nach anfänglicher Hilfe dürfen sie dann bald frei darüber verfügen.

Beauftragen Sie Ihr Kind mit kleinen Arbeiten. Hieraus entwickeln sich Zuverlässigkeit, Ordnung und Verantwortungsbewusstsein. Unterstützen Sie die Begabungen und Lieblingsbeschäftigungen Ihres Sprösslings, zum Beispiel Malen, Basteln, Schwimmen oder Musizieren. Sie bringen dem Kind Erfolgserlebnisse und damit Selbstvertrauen. Um das spätere Schreibenlernen zu erleichtern, erweist sich ein Trainieren der Hände durch Kneten, Malen oder Schneiden mit einer abgerundeten Kinderschere als hilfreich.

Ganz besonders wichtig wird jetzt das Thema Verkehrssicherheit. Spätestens wenn Ihr Kind in die Schule kommt, sollte es sich selbständig im Straßenverkehr zurechtfinden. Dazu muss es die notwendigen Regeln beherrschen und die möglichen Gefahren erkennen. Begriffe wie Fahrbahn, Gehweg, Kreuzung, Zebrastreifen, Fußgängerampel, rechts und links sollten Ihrem Kind geläufig sein.

Wählen Sie den Schulweg so, dass das Kind durch möglichst verkehrsarme Straßen mit wenig Gefahrenstellen läuft, auch wenn es dabei einen Umweg gehen muss. Üben Sie vor Schulbeginn auf dem künftigen Schulweg das Überqueren der Straße, das Verhalten an Zebrastreifen und Ampel. Halten Sie das Kind dazu an, auch bei grüner Fußgängerampel nach rechts und links zu schauen, um sich zu vergewissern, dass Autos stehen bleiben. Üben Sie immer wieder und bei jeder Gelegenheit. Und: Seien Sie selbst ein gutes Vorbild.

Hat die Schule dann begonnen, sollten Sie Erstklässler anfangs begleiten, dies aber allmählich reduzieren, bis sie die Verkehrsverhältnisse zwischen Zuhause und Schule genau kennen und sich darin bewegen können. Mit dem Fahrrad sollten die Schulanfänger erst zur Schule fahren, wenn gründlich mit Ihnen geübt worden ist, und zwar im Verkehr.

Nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Konzentration beim Lernen steigt, wenn Kinder den Schultag ohne Zeitdruck beginnen. Wecken Sie Ihr Kind deshalb jeden Morgen so früh, dass es genügend Zeit zum Waschen, Anziehen und Frühstücken hat. Apropos Frühstück: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihrem Junior oder Ihrer Juniorin ein gesundes Pausenbrot zu machen. Das braucht der kleine Organismus, damit die Leistungsfähigkeit den Vormittag über erhalten bleibt. Manchmal ist das Mitgebrachte auch eine kleine Stärkung insofern, als es dem Kind die Fürsorge der Eltern ins Bewusstsein hebt. Vollkornbrot, Butter, Wurst oder Käse, ein Stück frisches Obst und Milch liefern am besten die Nährstoffe und Energie, die der Körper braucht. Wenn man Kindern Geld fürs Essen mitgibt, kaufen sie sich meist lieber Süßigkeiten. Diese aber bringen nicht die erforderlichen Nährstoffe und schädigen außerdem die Zähne.

Auch beim Kauf des Schulranzens empfiehlt es sich, auf gesundheitliche Aspekte zu achten, damit keine Haltungsschäden und spätere Beschwerden auftreten. Der Ranzen darf dem Kind nicht nur gefallen, er muss ihm vor allem passen. Deshalb sollte er beim Kauf unbedingt anprobiert werden. Richtig sitzt er, wenn die Ranzenbreite der Schulterbreite des Kindes entspricht. Er sollte dicht am Körper zu tragen sein, verstellbare Gurte und höchstens ein Kilogramm Eigengewicht haben und gepackt nicht mehr als zehn Prozent des kindlichen Körpergewichts, also drei bis vier Kilo, wiegen. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kind nur das Notwendige mitnimmt und nicht benötigte Arbeitsmaterialien zu Hause lässt.

Mit dem Eintritt in die Schule beginnt für die Kinder, aber auch für die gesamte Familie ein Lebensabschnitt, der viele Veränderungen mit sich bringt. Nehmen Sie sich gemeinsam dafür Zeit, sprechen Sie über das, was Ihr Kind und alle Familienmitglieder bewegt.

Schriftliche Informationen zu dem Thema „Hurrah, ich bin ein Schulkind! Tipps vor dem ersten Schultag" erhalten Sie bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V., Karmeliterplatz 3, 55116 Mainz. Bitte schicken Sie uns 1,50 DM Rückporto in Briefmarken.

Diesen Text können Sie auch im Internet unter www.lzg-rlp.de nachlesen.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse. Und bleiben Sie gesund!


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